Mystereis Jesus Christ_Part 2

1. Hat eine Jungfrau Jesus zur Welt gebracht oder entstammte Christus einer normalen ehelichen Beziehung?

— Die Glaubensgemeinschaft der Essener bezeichnete Frauen, die vor der Ehe schwanger wurden, als schwangere Jungfrauen.

Eine für Katholiken schockierende Entdeckung: „Ein Kasten, der Knochen von Jesus jüngerem Bruder enthält“

Im Matthäusevangelium sind die folgenden Worte von Menschen aus seiner Heimatstadt festgehalten: „Diese Person (Jesus) ist wahrscheinlich der Sohn eines Zimmermannes. Wahrscheinlich heißt seine Mutter Maria und seine Brüder sind Jacob, Joseph, Simon und Juda.“ Um die Göttlichkeit Jesu behaupten zu können und den Glauben aufrechtzuerhalten, dass seine Mutter Maria eine „ewige Jungfrau“ war, lehrt die Römisch-Katholische Kirche, dass diese „Brüder“ Jesu in Wirklichkeit seine Vettern waren.

Archäologen machten jedoch im April 2002 in Israel eine, die diese Lehre erschüttert. Auf einem antiken Sarg fand sich die Inschrift, „Jacob. Der Sohn des Joseph und der jüngere Bruder von Jesus.“ Der Streit darüber, ob es sich wirklich um den Sarg von Jesu Bruder handelt, dauert noch an. Wenn Jesus aber wirklich einen jüngeren Bruder hatte, stellt dies nicht nur das Bild von Maria als ewige Jungfrau, sondern auch Jesu „Jungfrauengeburt“ in Frage.

Die Braut war zum Zeitpunkt der Hochzeit schwanger

Ein Blick auf das Ehe-System der jüdischen Essener-Sekte, zu der Jesus und Maria gehörten, widerspricht ebenfalls der „Jungfrauengeburt.“

Die Essener lebten wie in einem Kloster zusammen. Dokumente wie z. B. die Schriftrollen vom Toten Meer, gefunden in Qumran in den 1940er Jahren, geben ein klares Bild ihres Alltags.

Demnach war es damals üblich, dass Männer und Frauen nach einer vorläufigen Eheschließung Geschlechtsverkehr haben durften. Die formelle Hochzeitszeremonie fand statt, wenn die Frau bereits drei Monate lang schwanger war (siehe Anmerkung 3).

Während der mehrjährigen Verbindung, die der vorläufigen Eheschließung voraus ging, war dem Paar Geschlechtsverkehr verboten. Es gab aber Männer und Frauen, die sich nicht daran hielten, so dass es auch schon zuvor zu einer Schwangerschaft kommen konnte. Um die Ehre der betroffenen Frauen zu wahren, hieß es dann, dass „eine Jungfrau“ schwanger geworden sei.

Bis heute gibt es schwangere Bräute. Wir sollten daher davon ausgehen, dass Jesus das Produkt normaler geschlechtlicher Beziehungen war. Die Jungfrauengeburt, von der im Neuen Testament die Rede ist, müssen wir im essenischen Sinne verstehen (siehe Anmerkung 4).

Shakyamunis Größe und das Vertrauen der Menschen in ihn wird nicht erschüttert, wenn Buddhisten nicht daran glauben, dass er von Mayas rechter Seite geboren wurde. Genauso ändert sich nichts an Jesu Größe, wenn er von einem gewöhnlichen Ehepaar auf natürliche Weise gezeugt worden ist.

Anmerkung 3: Jesus the Man (von Barbara Thiering), Die Bedeutung der Schriftrollen vom Toten Meer (von Powell Davies), Die Schriftrollen vom Toten Meer (von James C. Vanderkam) usw.

Anmerkung 4: Nur die Evangelien von Matthäus und Lukas gehen auf die Jungfrauengeburt ein. In den Evangelien von Markus oder Johannes sowie in anderen Teilen des Neuen Testaments wird sie nicht erwähnt. Also kann man sagen, dass die Geschichte von der „Jungfrauengeburt“ außergewöhnlich ist, selbst in der Bibel.

2. Was tat Jesus während der 17 Jahre, von denen die Bibel nichts berichtet?

— Jesus studierte in Indien den Buddhismus und in Ägypten die dortige Religion

In Tibet gibt es ein altes Dokument mit dem Titel „Das Leben Jesu“

Die Bibel erwähnt nichts über Jesu Leben während der 17 Jahre vor seinem öffentlichen Wirken in Palästina. Es gibt jedoch ein altes Manuskript mit dem Titel „The Life von Issa“ in einem tibetischen Kloster. Danach absolvierte Jesus in Indien ein spirituelles Training. Dieses Dokument wurde der Welt im Jahr 1894 durch den russischen Journalisten Notovitch zugänglich. „Issa“ war Jesus, und die alte Handschrift enthielt erstaunliche Informationen darüber, wie Jesus im Alter von 14 Jahren nach Indien ging und Buddhismus in Shakyamunis Geburtsort Kapilavastu studierte. In Persien befasste er sich intensiv mit dem Zoroastrismus.

Notovitch stand nach der Veröffentlichung des Dokuments in der Kritik. In den folgenden Jahrzehnten bestätigten jedoch bedeutende Hindu-Gelehrte, Archäologen und Anthropologen die Echtheit des Manuskripts. Zudem gibt es verschiedene mündliche Überlieferungen über Jesu Aufenthalt in Indien und Tibet. Es ist also gut möglich, dass er den Buddhismus studiert hat.

Jesus hat das Vermächtnis von Ägypten geerbt

Informationen aus der geistigen Welt belegen die Geschichte. So heißt es in dem Werk „Das Goldene Gesetz“, das auf Aufnahmen aus der spirituellen Welt basiert (siehe Anmerkung 5), dass Jesus mit 13 Jahren von einem jungen Essener-Lehrer nach Ägypten genommen wurde. Dort verbrachte er einige Zeit. Im Alter von 16 Jahren reiste er dann mit einem der Führer nach Indien. Im Alter von 22 oder 23 Jahren verbrachte er noch einmal zwei oder drei Jahre in Ägypten (siehe Anmerkung 6). Während dieser Zeit studierte er sicherlich Buddhismus und Zoroastrismus an diesen Orten.

Karl Luckert, ein emeritierter Professor an der Southwest Missouri State University, behauptet in seinem Buch „Egyptian Light and Hebrew Fire“, dass „Jesus etwas über die ägyptische Religion gelernt hat“. In einem Interview zu diesem Artikel erzählte er uns: „In der Bibel heißt es, dass Jesus für eine Weile als Kind nach Ägypten floh. Ich denke, dass wir davon ausgehen können, dass er später dorthin zurückkehrte und die ägyptische Religion studierte. Die Lehre Jesu hat eine starke Verbindung zum theologischen Erbe Ägyptens.“

Jesus ging in die Länder, die zu seiner Zeit auf dem Gebiet der Theologie führend waren. Er sog dort die Essenz des Buddhismus und der ägyptischen Religion in sich auf, während sich gleichzeitig sein eigenes originelles Denken herauskristallisierte.

Anmerkung 5: Die „Akasha-Chronik“ speichert alle Taten der Menschen, die Vergangenheit ebenso wie die zukünftige Geschichte der Menschheit.

Anmerkung 6: Siehe „The Golden Laws“ (Das Goldene Gesetz) (geschrieben von Ryuho Okawa, veröffentlicht vom IRH-Verlag).

3. War Jesus alleinstehend oder verheiratet?

— In der Bibel finden sich klare Beweise dafür, dass Maria Magdalena Jesu Partnerin war

Seine Beziehung mit Maria wird in den Apokryphen deutlich

Das Buch „The Da Vinci Code“ präsentiert einen Vers aus dem apokryphen Evangelium des Philipp als Beleg für die Ehe von Maria Magdalena und Jesus Christus.

Philipp schreibt: „Die Begleiterin (Partnerin) des Retters war Maria Magdalena. Christus liebte sie mehr als die anderen Jünger und küsste sie oft. Die anderen Jünger waren deshalb beleidigt und wurden wütend. Sie fragten: ‚Warum liebst Du sie so viel mehr als uns?‘ Der Heiland antwortete: ‚Warum liebe ich euch nicht so sehr wie sie?’“ (siehe Anmerkung 7)

Das Wort, mit dem Philipp Maria Magdalena beschreibt, lautet auf Griechisch „Koinonos,“ das „Partner“ bedeutet. Der Zusammenhang macht klar, was für eine „Partnerschaft“ zwischen Jesus und Maria Magdalena bestand.

War Jesus der Bräutigam bei „der Hochzeit zu Kana“?

Sasagu Arai, emeritierter Professor an der Universität Tokyo, ist eine führende Autorität für apokryphe gnostische Schriften wie das Philippevangelium. Er erklärt: „Auch aus dem biblischen Kanon selbst wird klar, dass die Zwei ein besonderes Verhältnis hatten.“

Professor Arai: „In der Auferstehungsszene des Johannesevangeliums, wo Jesus Maria Magdalena erscheint, lautet die übliche Übersetzung der Worte, die Jesus zu Maria spricht, ‚Berühre mich nicht.‘. Tatsächlich steht dort aber, ‚Halte mich nicht fest.‘ Mit anderen Worten, Jesus löste ihre Arme, die sie um ihn geschlungen hatte. Also war die Beziehung zwischen Maria Magdalena und Jesus eine, bei der enger Körperkontakt erlaubt war.“

Professor Arai vermutet, dass später, als Jesus als der Sohn Gottes verehrt wurde, die menschliche Tradition, in der er eine intime Beziehung mit einer bestimmten Frau hatte, unkenntlich gemacht werden sollte. Es sind aber immer noch gegnügend Hinweise in der Bibel übrig geblieben.

Seine Theorie ist, dass „die Hochzeit zu Kana“ im Johannesevangelium genau eine solche Szene darstellt. Seltsamerweise wird in der Bibel nicht erwähnt, wessen Hochzeit es war, und er sagt, dass möglicherweise in der Tat Jesus selbst der Bräutigam war. Professor Arai sagt, die Tatsache, dass seine Mutter Maria Jesus bei der Hochzeit um mehr Wein zu bittet, als dieser zuneige ging, ist der Beweis dafür, dass Jesus kein Gast, sondern der Bräutigam und Gastgeber der Hochzeit war.
Dies war der Moment, in dem Jesus sein erstes „Wunder“ vollbrachte, Wasser in Wein zu verwandeln, und der Bibel zufolge sagte der Kellner zum „Bräutigam“: „Den besten Wein Sie haben bis zuletzt aufgehoben.“ Er kann diese Aussage nur so interpretieren, als dass es sich bei Jesus und dem „Bräutigam“ um ein und dieselbe Person handelt (siehe Anmerkung 8).
Nicht nur die Apokryphen, sondern auch die Bibel selbst gibt an, dass Jesus verheiratet war und „beweist“ implizit, dass seine Lebensgefährtin Maria Magdalena war.
Es mag aus Sicht der christlichen Lehre als „Blasphemie“ bezeichnet werden, aber selbst wenn Jesus verheiratet war, wäre dies keine Verleugnung der Tatsache, dass er „Jesus, der Sohn Gottes“ war.

Anmerkung 7: Aus den Mysterien von Magdalena und Johannes.

Anmerkung 8: Zu Jesu Zeiten war die Hochzeit für jüdische Männer eine Pflicht. An einigen Stellen in der Bibel wird Jesus als „Rabbi” angesprochen. Um Rabbi zu werden, musste ein Mann verheiratet sein.

4. Lehrte Jesus die Idee der Reinkarnation?

— In der Bibel finden sich noch Hinweise auf den Glauben an die Reinkarnation.

Im Christentum wird die Vorstellung der Reinkarnation als Ketzerei betrachtet. Allerdings enthält die Bibel noch Reste des Reinkarnationsglaubens.

In den Evangelien von Matthäus (11, 11-14) und Markus (9, 11f) nennt Jesus Johannes den Täufer die Reinkarnation von Elias. Gemäß dem Evangelium von Johannes (8, 58) erklärte Jesus, „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, war ich.“ Darüber hinaus sagt Jesus im Johannesevangelium (3, 3) zu dem Pharisäer Nicodemus, „Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Die richtige Übersetzung aus dem Griechischen lautet: „Solange ein Mann nicht immer wieder wiedergeboren wird, kann er nicht (wieder) ins Reich Gottes kommen.“ Der berühmte Vers im Matthäusevangelium (18, 3), „Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen“, heißt eigentlich, „Solange ihr nicht wiedergeboren werdet, könnt ihr nicht in das Königreich des Himmels einkehren“ (siehe Anmerkung 9).

Die katholische Kirche betont, dass Jesus Christus körperlich auferstanden ist. So will sie sich von den Gnostikern abgrenzen, welche die Unsterblichkeit der Seele lehrten. Sie wurden der katholischen Kirche als Ketzer verfolgt.

Anmerkung 9: Elmar R. Gruber und Holger Kersten: The Original Jesus: The Buddhist Sources of Christianity

5. Wer war der Gott, der Jesus führte?

— Die Lehre vom Gott der Liebe, Elohim, macht das Christentum zu einer Weltreligion.

Der widersprüchliche „eifersüchtige Gott“, wie wir ihn in der Bibel finden

Jesus glaubte an den Gott der Gnostiker. Die Gnostikern stuften Jahwe, den eifersüchtigen Gott des Alten Testaments, als bösen Gott ein. Er habe einen deutlich niedrigeren Rang als der wahre Gott. Sie stellten ihn als grausiges Wesen dar, dessen Augen leuchtend rot brannten, und der den Kopf eines Drachen und den Körper eines Löwen hatte.

Sie erkannten auch Widersprüche in seinen Worten. So heißt es in der Bibel (2. Moses 20, 5): „Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott.“ Damit hat Jahwe den Engeln, versehentlich mitgeteilt, dass es andere Götter außer ihm gibt. Denn gäbe es keine anderen Götter, auf wen sollte er dann eifersüchtig sein? (Siehe Anmerkung 10)

Der Gott der Liebe wurde als sanfte oberste Gottheit bezeichnet

Die Gnostiker nannten den wahren Gott „Elohim“ (siehe Anmerkung 11). Elohim erscheint auch im Alten Testament und wird als oberste Gottheit, als ein sehr sanfter Gott und als universeller Gott, dem Land Israel nicht verpflichtet, bezeichnet (siehe Anmerkung 12).

In der Tat ist Elohim, der Gott der Liebe, auch als El Cantare bekannt. Er lehrte Jesus die Botschaft der Liebe. So ist das Christentum, anders als der Stammes-Glaube der intoleranten Israeliten, zu einer Weltreligion geworden. Allerdings hat Jesus nicht verstanden, dass es sich um zwei verschiedene Götter handelt. Daher betrachten die Christen Elohim und Jahwe als ein und denselben Gott (siehe Anmerkung 13).

Bereits Hegel und Jung haben auf die widersprüchliche Natur des christlichen Gottes hingewiesen. Die Verwirrung im Gottesbild ist Ursache für die schreckliche Verfolgung von Ketzern und Heiden.

Anmerkung 10: Der Nag-Hammadi-Codex, der Apokryphon des Johannes.

Anmerkung 11: Orthodoxe Christen verstehen Elohim als allgemeine Bezeichnung für „Gott“. Ein Gott könne nicht zwei Namen haben, argumentieren sie.

Anmerkung 12: A History of God (von Karen Armstrong).

Anmerkung 13: Das Zeitalter, um Ihren Glauben zu verkünden (von Ryuho Okawa, IRH Press), Kapitel 1, etc.

Mehr über die christlichen Gnostiker

Der Gnostizismus ist eine religiöse Bewegung aus der Zeit um das 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. Das Wort Gnosis bedeutet „Weisheit, die die Menschheit zur Erlösung führt.“ Die Glaubensvorstellungen der Gnostiker sind seit der Entdeckung der Nag-Hammadi-Bibliothek in Ägypten in den 1940er Jahren klarer geworden. Danach hatten die Gnostiker die folgende Theorie der Erlösung: „Die Menschheit existierte ursprünglich in Gott, aber eingesperrt in einem Körper aus Fleisch und Blut auf der Erde, haben die Menschen ihre wahre Form vergessen. Wird ihnen jedoch wahre Weisheit (Gnosis) gewährt, können sie zu Gott zurückkehren.“ Die Gnostiker waren eine der frühen christlichen Gemeinschaften, aber die Römisch-Katholische Kirche betrachtete ihre Lehren als Ketzerei. Deshalb wurden sie verfolgt.

Zu den Nachfahren der Gnostiker gehören die Katharer, die während des Mittelalters in Südfrankreich lebten. Sie glaubten an die Reinkarnation und gingen davon aus, dass Jesus und Maria Magdalena verheiratet waren. Die katholische Kirche schickte im frühen 13. Jahrhundert Kreuzritter nach Languedoc-Roussillon. Während dieses sogenannten Albigenser-Kreuzzugs wurden Städte belagert und Zehntausende von Menschen abgeschlachtet.