Denken das Wohlstand anzieht Teil 2

 

Die Frage:

 

Meister Okawa, Sie haben uns gelehrt, dass der Gott der Armut eine Art böser Geist ist, der z. B. Selbstmorde verursacht, wenn Unternehmen pleitegehen. Lässt sich so ein Geist tatsächlich als Gott bezeichnen? Auch bitte ich Sie, uns zu zeigen, wie wir durch den Glauben Wohlstand erlangen können.

Die spirituelle Anwesenheit des Gottes der Armut bewirkt wirtschaftliches Elend

In Japan werden übernatürliche, spirituelle Mächte, deren Kraft die gewöhnlicher Sterblicher übertrifft, „Gott“ genannt. Böse Götter existieren, und sogar Teufel besitzen große Macht. Es gibt Götter, die zu Göttern des Fluchs werden. So Japaner üblicherweise auch vom „Gott“ der Armut. Ich habe diesen Ausdruck übernommen.

Allerdings haben Sie mit Ihrem Einwand recht, dass die Bezeichnung „Götter“ für böse Geistwesen eigentlich unpassend ist. Solche Wesen, die Krankheiten und andere Manifestationen des Bösen verursachen, werden auch „Hoodoo“ (Unglücksbote) genannt.

Der Gott der Armut plagt in erster Linie die Wirtschaftswelt. Wenn es z. B. auf einem Grundstück spukt, und dort eine Firma gegründet wird, schlägt das Projekt mit Sicherheit fehl. Wenn jemand dort ein Geschäft eröffnet, wird es definitiv nach einiger Zeit wieder geschlossen werden. Möglicherweise handelt es sich bei dem Spuk um den ruhelosen Geist des ursprünglichen Eigentümers, dessen Geschäft dort gescheitert ist. Nun kommt er von diesem Ort nicht los.

Es gibt viele Orte, wo solche Geister immer wieder für das Scheitern nachfolgender Unternehmen sorgen. Auch erleiden Firmen den Niedergang, weil sie von bösen Geistwesen heimgesucht werden.

Wenn der Gott der Armut ein Unternehmen verfolgt, neigt das Unternehmen dazu, zu scheitern

Management bedeutet „Entscheidungsfindung“. Manager müssen ständig zwischen zwei Alternativen wählen, zwischen links und rechts. Was ist die richtige Vorgehensweise? Daneben gibt es noch grundlegende Entscheidungen, die einmal im Jahr oder im Laufe von mehreren Jahren gefällt werden. Auch von ihnen hängt das Glück einer Firma ab.

Konosuke Matsushita – der Gründer von Panasonic – fragte während der Vorstellungsgespräche Kandidaten, ob sie glücklich sind. Er stellte nur Leute ein, die mit „Ja“ antworteten. Wenn ein Unternehmen viele glückliche Leute einstellt, gedeiht es. Stellt es viele unglückliche Personen ein, geht es bergab. Herr Matsushita war sich dieser Wahrheit bewusst. Denn unglückliche Menschen neigen dazu, eine schlechte Entscheidungen nach der anderen zu treffen.

Wenn der Gott der Armut ein Unternehmen verfolgt, so führt das dazu, dass die Manager – wirtschaftlich gesehen – Entscheidungen treffen, die den Geschäftserfolg verhindern. Sie gründen dann ein Unternehmen, das besser nicht gestartet werden sollte. Sie stellen eine Person für die Werbung ein, die dafür ungeeignet ist. Sie errichten eine Fabrik in einem Land, wo später durch negative spirituelle Einflüsse ein Krieg ausbricht.

Solche Manager bauen die Produktionslinien aus und dann bricht der Absatzmarkt zusammen. Sie wissen einfach nicht, wann sie eine Sache beenden sollten. Oft lassen sich große Mengen einer Ware bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gut verkaufen. Dann kommt der Zeitpunkt, wo nichts mehr geht.

Nehmen wir zum Beispiel den Boom im Bowling. Es gab eine Zeit, in der Bowlingbahnen große Gewinne abwarfen. Wenn der Markt seinen Sättigungspunkt erreicht hat und die Auslastung sinkt, wird die Bahn plötzlich unrentabel. Einige erkennen die Zeichen der Zeit nicht. Sie betreiben ihre Bahn unterverändert weiter. Am Ende steht der Zusammenbruch.

Früher besuchten viele Japaner Coffeeshops, um das Videospiel „Space Invaders“ spielen zu können. In jedem Café stand so ein Ding, aber heute finden Sie Space Invaders nicht mehr in jedem Café. Es gilt Abwärtstrends rechtzeitig zu erkennen und sich darauf einzustellen.

Linke und ökologische Bewegungen lassen die Nation und ihre Unternehmen verarmen

Banken, die vom Gott der Armut verfolgt werden, vergeben Darlehen, die am Ende ein Haufen uneinbringlicher Forderungen sein werden.

Es gibt allerdings auch das andere Extrem. Die japanischen Banken vergeben derzeit (April 2012) aus Angst vor faulen Krediten kaum Gelder für riskante Investitionsvorhaben. Dadurch hat sich die Erholung nach dem großen Erdbeben in Japan verzögert.

Daher ist es nicht gut, wenn die Banken den Gott der Armut loswerden wollen und dann machtlos werden. Die Art von Person, die nicht begabt ist, Geld zu verdienen, ist selbst eine Säule der Regierung, aber ich denke, dass diese Person dazu neigt, vom Gott der Armut heimgesucht zu werden.

Menschen, die vom Gott der Armut verfolgt werden, orientieren sich politisch nach links. Sie sind Antinationalisten, die ihre Heimatländer zerstören und deren Autorität untergraben. Wir können sie als subversive Staatsfeinde bezeichnen.

Obwohl diese Egoisten bereits erwachsen sind, verharren sie auf der Bewusstseinsebene von Jugendlichen. Sie verhalten sich Vorgesetzten und Behörden gegenüber trotzig und sind zu konstruktiven Gedanken unfähig. Sie sind straffällige Jungen und Mädchen.

Derzeit ergreift die von der Demokratischen Partei getragene Regierung in Japan Sparmaßnahmen. Es scheint mir sehr wahrscheinlich, dass unser Land dadurch ärmer wird.

Die linke Bewegung hat sich eine Umweltbewegung verwandelt, die die Kohlendioxid-Emissionen eindämmen will. Sie treten für den Schutz der Natur und der Tiere ein. Das wird den Lebensstandard der Menschen senken.

Wenn in einem Land Menschen entscheiden, die an Entwicklung und Wohlstand glauben, geht es voran. Wenn jedoch Personen an der Macht sind, die Entwicklung und Wohlstand für schlecht halten, geht es mit der Nation bergab.

Wenn der Unternehmenschef sagt, er wünsche sich das Gedeihen seiner Firma, in seinem Herzen aber die eigenen Produkte für minderwertig und unverkäuflich hält, bleibt der Erfolg aus. Der Chef muss aufrichtig an die Qualität seiner Produkte glauben. Er muss die positive Entwicklung seines Unternehmens für eine gute Sache halten. Dann geht es auch voran.

Entwicklung und Wohlstand bekräftigen und die Denkweise entwickeln, dass Glück durch Anstrengung erreicht wird

Gegen den Gott der Armut können Sie sich am besten dadurch schützen, dass Sie fest an das Gute von Entwicklung und Wohlstand glauben. Seien Sie davon überzeugt, dass ein hervorragendes Leben auch den Dienst zum Wohle anderer Menschen umfasst. Bei einer solchen Einstellung verblasst die geistige Verbindung zum Gott der Armut.

Wenn Sie jedoch den Grund für Ihre finanziellen Probleme bei anderen suchen, wenn Sie erklären, die Welt sei ein schlechter Ort und die Gesellschaft grausam, Ihre Eltern seien nicht gut gewesen und Herr Soundso ein schlechter Mensch, dann wird sich der Gott der Armut bemerkbar machen.

Sie werden immer Ausreden für Ihren Misserfolg finden. Sie können die Schuld auf Ihren Mangel an Bildung, Ihre schlechten Eltern, die miese Wirtschaftslage oder den Verlust Ihres Arbeitsplatzes schieben. Doch gibt es Menschen, die trotz solcher Umstände Erfolg haben. Das zeigt, dass es auf die eigene geistige Haltung ankommt.

Es gibt Leute, die denken, sie wären erfolgreich gewesen, wenn sie bei einer bestimmten Firma hätten arbeiten können. In Wirklichkeit entspricht dies jedoch nicht der Wahrheit.

Manchmal liegen zwei Handelsgesellschaften im Vertrieb fast gleichauf. Jemand fällt bei der Aufnahmeprüfung für eines dieser Unternehmen durch, fängt dann aber bei der rivalisierenden Handelsgesellschaft an und wird sogar deren Vorsitzender. Das Durchfallen bedeutet nicht, dass eine Person unfähig ist. Sie kann sehr wohl gute Arbeit leisten.

Das Durchfallen mag Schicksal sein. Es ist schwierig, auf Anhieb Leute mit Talent von gewöhnlichen Menschen zu unterscheiden. Mehr als die Hälfte der Personalvermittler beenden ihre Karriere als gewöhnliche Mitarbeiter. Das ist der Lauf der Dinge.

Also, müssen Sie sich fragen, was Sie als Individuum tun können, um zu vermeiden, von der Realität überrollt zu werden. Denken Sie immer darüber nach, wie sich durch Entwicklung eine glänzende Zukunft für die Gesellschaft aufbauen lässt. Der Gott der Armut meidet solche Menschen.

Darüber hinaus ist es wichtig, die „Tugend des Fleißes“ zu haben. Wenn Sie Anstrengungen umarmen, und Sie die Einstellung haben, „Glück durch eine solche Anstrengung zu schaffen,“ dann wird der Gott der Armut Sie nicht besuchen. Wenn Sie glauben, dass Glück von der Anstrengung selbst abgeleitet werden kann, und dass Ihnen Fleiß jeden Tag Freude bei der Arbeit einbringen wird, dann wird sich Ihnen der Gott des Reichtums zuwenden.