Eine andere Dimension, betrachtet durch die Linse der Neurowissenschaften

 

Medical Science and the Afterlife_Part 2

Früher herrschte die Vorstellung vor, wonach das menschliche Bewusstsein durch Gehirnaktivitäten entsteht. Die Wissenschaftler sprachen vom „zerebralen Zentrismus“. Aufgrund der Fortschritte in den Neurowissenschaften und moderner Messverfahren wissen wir mittlerweile, dass diese Sichtweise nicht stimmt. Das Gehirn steht mit einer anderen Welt in Kontakt.

Außerkörperliche Erlebnisse erzeugen

 

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Zu den Nahtod-Erfahrungen gehören die „Out-of-Body-Phänome“. Dabei verlässt das Bewusstsein einer Person, die zum Beispiel einen Herzstillstand erlitten hat, den Körper und schaut von oben auf sich herunter. Das Forscherteam von Dr. Olaf Blanke von der Universität Genf berichtete im Jahr 2002, dass es außerkörperliche Erlebnisse bei einem Patienten durch die Stimulierung der rechten Scheitellappen des Gehirns, des Gyrus angularis, mit einer Elektrode während der Behandlung von Epilepsie induzieren konnte (Abbildung 1). Der Patient war bei Bewusstsein und sagte, dass er sich von oben schlafend sehen könne. Er schwebe, so der Kranke, zwei Meter über seinem Bett (Anmerkung 1).

 

Dr. Blanke und sein Team prüften, ob es sich dabei um Halluzinationen handelt, die durch eine fehlerhafte Informationsverarbeitung des Gehirns erzeugt werden. Sie konnten allerdings dafür im Gehirn keine Hinweise entdecken. Eine einfache Erklärung des Phänomens ist, dass es einen Gehirnteil gibt, der das Bewusstsein im Körper hält. Wird dieser Bereich durch Strom außer Gefecht gesetzt, trennt sich das Bewusstseins vom Körper.

 

Die Nahtod-Erfahrungen zeigen, dass das Bewusstsein nicht nur vom lebenden, sondern auch vom toten Körper getrennt existieren kann. Das deutet auf die Existenz einer unsterblichen Seele hin. Mit zunehmenden Fortschritten der Wissenschaft wird sich diese These erhärten.

 

Das Gehirn, mit einer „anderen Dimension“ verbunden

 

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Nach Werner Heisenberg, für seine Studien zur Quantenmechanik bekannt ist, hat die theoretische Physik ein Niveau erreicht, wo sich die Existenz einer unsichtbaren, vitalen Kraft nicht mehr leugnen lässt. Auch die neuesten neurowissenschaftlichen Erkenntnisse lassen sich ohne die Prämisse von subatomaren Teilchen, die erscheinen und verschwinden, nicht verstehen.

 

Um die Bewegung des zerebralen Blutflusses zu erklären (Abbildung 2), entwickelte Dr. Toshinori Kato von der neurowissenschaftlichen Forschungs- und Entwicklungsfirma Katobrain die Sauerstoffaustausch-Wellengleichung. Sie verwendet die imaginäre Zahl „i“ und beschreibt einen anderen dimensionalen Raum (Anmerkung 2). Der Wissenschaftler hat zwischenzeitlich ein Messgerät für entsprechende Gehirnuntersuchungen entwickelt.

 

Auch das Gamma-Resonanz-Phänomen beweist die Existenz einer anderen Welt. Die magnetische Enzephalographie ermöglicht es, die Aktivitäten im Gehirn bildlich darzustellen. Das Gehirn erzeugt in tiefen meditativen Zuständen Gamma-Wellen, und zwar an Punkt A und Punkt B gleichzeitig. Dieses Phänomen lässt sich mit der Quantenmechanik erklären. Die Gamma-Wellen bewegen sich offenbar durch einen anderen dimensionalen Raum, der sich jenseits des dreidimensionalen Raums befindet (Anmerkung 3).

 

Die Hirnforschung wird weitere Beweise für die Beziehungen zwischen dem Gehirn und dem anderen dimensionalen Raum (der anderen Welt) geben.

 

Anmerkung 1: Nature, Bd. 419, 2002

 

Anmerkung 2: Das Journal der „Japan Society of Mechanical Engineers“, Bd. 108, November 2005.

 

Anmerkung 3: Von der Forschung von Rodolfo Llinas und seinem Team von der New York University. Siehe SQ Tamashii no Chino Shisu [„Sich mit der eigenen spirituellen Intelligenz verbinden“] (veröffentlicht von Tokuma Shoten).