Kolumne des Herausgebers

Uganda_Artikel

 

Holy Bible

Der Artikel „Erfolg für Happy Science in Uganda“ wurde von großen Medien auf der Welt veröffentlicht. Christliche Führer kritisieren Happy Science dort mit Verweis auf die Bibel kritisiert.

 

Meister Ryuho Okawa von Happy Science unternahm im Juni 2012 seine erste Vortragsreise nach Afrika. Sie stellt einen Meilenstein dar, weil unsere Lehre nun auf allen Kontinenten verbreitet wird.

Vielleicht ist das der Grund, warum andere Weltreligionen Happy Science mehr und mehr Aufmerksamkeit schenken. Seit dem Vortrag des Meisters in Uganda haben sich mehrere Vertreter des Christentums unter Berufung auf die Bibel kritisch über uns geäußert. Dieser Artikel geht auf die am häufigsten vorgebrachten Kritikpunkte ein und berücksichtigt dabei auch die Heilige Schrift.

Beurteilen Sie den Baum an seinen Früchten

Kritik 1: Ryuho Okawa behauptet, der Retter und der oberste Gott zu sein. Jesus warnte: „Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin der Messias!, und sie werden viele irreführen“ (Matthäus 24:5). Außerdem lehrt Happy Science, dass es mehrere Götter gibt.

Zunächst zum ersten Teil der Kritik: Einige Christen fürchten also, dass Meister Okawa ein falscher Messias ist. Diese Kritiker sollten zunächst einmal bedenken, dass das Neue Testament an vielen Stellen die Ignoranz der Schriftgelehrten und Pharisäer tadelt. Trotz ihrer genauen Schriftkenntnis erkannten sie Jesus Christus nicht als Messias.

Richtig ist natürlich, dass im Laufe der Geschichte zahllose Menschen aus allen Teilen der Welt behauptet haben, ein Messias zu sein. Nur bei einem winzigen Bruchteil von ihnen stimmte die Behauptung. Es ist daher tatsächlich ratsam, solche Ansprüche sorgfältig zu prüfen.

Das Neue Testament nennt das Entscheidungskriterium: „Entweder: der Baum ist gut – dann sind auch seine Früchte gut. Oder: der Baum ist schlecht – dann sind auch seine Früchte schlecht. An den Früchten also erkennt man den Baum“ (Matthäus 12:33). Wir müssen also schauen, wie viele Anhänger eine neue Religion hat und wie glücklich sind sie. Wenn die Gläubigen aufblühen und ihr Glück finden, dann sind die Lehren, denen sie folgen, gut. In so einem Fall, ist der Messias, an den sie glauben, wahrhaftig.

Das Christentum hat mehre Jahrhunderte gebraucht, bis seine guten Früchte Anerkennung fanden. Happy Science hat bereits zu Lebzeiten seines Gründers, Meister Okawa, nachweisbar eine Fülle guter Früchte hervorgebracht.

Happy Science hat bereits Anhänger in fast 100 Ländern und baut dort überall Niederlassungen und Kultstätten auf. Zu unseren Anhängern zählen buddhistische und christliche Gelehrte. Das zeigt, wie viele Menschen weltweit an die Lehren von Happy Science glauben und den Geschmack der Früchte, die von diesem Baum stammen, genießen. Ich möchte die Kritiker ermuntern, selbst von diesen Früchten zu probieren!

Der oberste Gott in der Bibel

Die Happy-Science-Lehre, wonach es einen „höchsten Gott“ und viele untergeordente Gottheiten gibt, unterscheidet sich auf den ersten Blick vom christlichen Monotheismus. Die Christen glauben, dass es nur einen Gott gibt. Wenn wir die Bibel allerdings aufmerksam studieren, stellen wir fest, dass auch dort von untergeordneten Gottheiten die Rede ist.

Im Buch Exodus heißt es: „Jetzt weiß ich: Jahwe ist größer als alle Götter. Denn die Ägypter haben Israel hochmütig behandelt, doch der Herr hat das Volk aus ihrer Hand gerettet“ (Exodus 18:11).

Im Buch Deuteronomium heißt es: „Denn der Herr, euer Gott, ist der Gott über den Göttern und der Herr über den Herren. Er ist der große Gott, der Held und der Furchterregende. Er lässt kein Ansehen gelten und nimmt keine Bestechung an“ (10:17).

Die Bibel kennt also neben Gott weitere hohe Geistwesen, die als „Götter“ bezeichnet werden. Alle diese Wesen können nach den Lehren von Happy Science durch Propheten oder selbst in inkarnierter Form Religionen gründen und Menschen Orientierung geben. Moses und Jesus Christus haben dies in Palästina getan, Mohammed in Arabien und Ame-no-Minaka-Nushi-no-Kami in Japan.

Die Erzengel, die in der Bibel erscheinen, Michael und Gabriel, Raphael und Uriel, lassen sich als Götter klassifizieren. Es gibt jedoch nur ein einziges höchstes geistiges Wesen. Das ist der oberste Gott, den auch die Bibel kennt. Die Lehre von Happy Science unterscheidet sich in diesem Punkt also nicht grundlegend von dem, was die Bibel lehrt. Das sollten unsere christlichen Kritiker bedenken.

Alle Weltreligionen sind aus spirituellen Botschaften entstanden

Kritik 2: Happy Science veröffentlicht Botschaften, die von den Geistern der Toten stammen. Die Bibel lehnt das scharf ab: „Gegen einen, der sich an Totenbeschwörer und Wahrsager wendet und sich mit ihnen abgibt, richte ich mein Angesicht und merze ihn aus seinem Volk aus“ (Levitikus 20:27).

Meister Ryuho Okawa sagte in seinem Vortrag „Im Einklang mit dem Geist der Wissenschaft“, dass sich alle Weltreligionen auf spirituelle Botschaften von hohen Geistwesen gründen. Er wies darauf hin, dass am Anfang einer jeden Religion der jeweilige Gründer die Präsenz eines spirituellen Wesens gespürt und dessen Worte gehört hat.

Im Alten Testament wird über Moses berichtet, dass er die Stimme des höchsten Gottes hörte. Auch Jesus Christus vernahm nach Darstellung des Neuen Testaments die Stimme von „Gott dem Vater“. Mohammed, den die Muslime als größten Propheten verehren, hörte durch den Erzengel Gabriel Allahs Worte.

Die Bibel ist voller spiritueller Botschaften

Die Bibel ist voll von spirituellen Botschaften. Das Alte Testament berichtet, wie Gott Propheten beruft und seine Gedanken durch sie den Menschen mitteilt. Moses, Elija, Jesaja und Jeremia channelten alle das Wort Gottes.

Jesus sagt im Neuen Testament: „Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke“ (Johannes 14:10).

Nicht nur Gott, sondern auch Engel geben spirituelle Botschaften

Doch die Propheten empfangen nicht nur von Gott selbst Botschaften, sondern auch von Engeln. So besuchte der Erzengel Gabriel den Priester Zacharias in Jerusalem und sagte ihm, dass seine unfruchtbare Frau mit Johannes dem Täufer schwanger wird. Gabriel erschien Maria von Nazareth und kündigte ihr die Geburt von Jesus Christus an.

Natürlich berichtet die Bibel auf von einigen Fällen, in denen die Botschaften vom Teufel stammten. Als Jesus in der Wüste meditierte, erschien ihm Satan und versuchte ihn mehrfach. Jesus blieb standhaft.

Einer der Höhepunkte im Neuen Testament ist die Bekehrung von Saul, der die Jünger Jesu verfolgte. Christus, der von den Toten auferstanden war, erschien Saul vor Damaskus und richtete eine spirituelle Botschaft an ihn: „Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“ Er antwortete: „Wer bist du, Herr?“ Dieser sagte: „Ich bin Jesus, den du verfolgst“ (Apostelgeschichte 9:4). Daraufhin bekehrte sich Saul zum Christentum und wurde zum Apostel Paulus.

Ohne diese spirituellen Botschaften von Gott und Engeln (hohen Geiswesen, Gottheiten) wären weder das Judentum noch das Christentum entstanden. Bei den Totengeistern, deren spirituelle Botschaften Meister Okawa channelt, handelt es sich um genau diese Wesen. Sie haben sich als Menschen inkarniert und kehrten danach in die geistige Welt zurück.

Heute müssen wir lernen, wie man sowohl dem Geld als auch Gott dient

Kritik 3: Happy Science lehrt die Menschen, wie sie reicher werden können. Die Gemeinschaft bringt also Menschen dazu, ein weltliches Leben zu führen. Das belegt, dass es sich um einen unreinen Glauben handelt.

Einige Christen fühlen sich unwohl, weil Happy Science diesseitsorientiert ist. Nach Meister Ryuho Okawas Vortrag in Uganda veröffentlichte die Agentur Associated Press einen Artikel, indem christliche Führer diese Kritik vortrugen.

Es heißt dort sinngemäß, dass Happy-Science-Anhänger sich von Meister Okawas Lehren materiellen Gewinn versprechen. Das zeige, dass sie keine echten Gläubigen seien.

Diese Aussagen führen zu der grundsätzlichen Frage, welche Rolle Religion in der modernen Welt spielen sollte.

Im neuen Testament sagt Jesus:

„Denn eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“ (Lukas 18:25).

„Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon“ (Matthäus 6:24).

Wenn wir diese Aussagen wörtlich nehmen, folgt daraus, dass reiche Leute nicht in den Himmel kommen. Wer das glaubt, wird Happy Science für seine Lehren über das Arbeitsleben und das Management kritisieren.

Doch wer weiter überlegt, erkennt, dass in unseren heutigen Gesellschaften mit ihren hoch entwickelten Volkswirtschaften, die Frage nach Überwindung der Armut und nach Erlangung von Reichtum viele Probleme löst. Daher meint Meister Okawa, dass wir heute lernen müssen, Gott und dem Geld zu dienen.

Jesus steht mit seiner Ablehnung des Reichtums in der Bibel allein

Anders als Jesus lehnen viele andere bedeutende Männer der Bibel den weltlichen Reichtum nicht pauschal ab. König David und König Salomon vermehrten beide nach ihrer Thronbesteigung den Reichtum ihres Landes.

Gott sprach zu David: „Dein Haus und dein Königtum sollen durch mich auf ewig bestehen bleiben; dein Thron soll auf ewig Bestand haben“ (2. Samuel 7:16).

Über Salomon heißt es in der Bibel anerkennend: „So übertraf König Salomo alle Könige der Erde an Reichtum und Weisheit“ (1 Könige 10:23).

Wenn wir die Bibel als Ganzes betrachten, finden wir eine insgesamt positive Haltung zum Wohlstand. Der Kapitalismus entfaltete sich zunächst in christlichen Ländern. Er führte dort zu einem hohen Lebensstandard. Dass zeigt, dass die Christen im Westen selbst ein entspanntes Verhältnis zum Reichtum haben.

Christen halten das Gesetz gegen Götzendienst nicht ein

Kritik 4: Nach Einschätzung der christlichen Kritiker von Happy Science verstößt die Anbetung des Bilds von Meister Okawa (El Cantare)  gegen das zweite Gebot. In der Bibel heißt es: „Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde“ (Exodus 20, 4).

Wir glauben, dass sich eine moderne Religion wie Happy Science unmöglich auf Grundlage der Zehn Gebote, die Moses vor mehr als 3.000 Jahren offenbart wurden, kritisieren lässt.

Die christlichen Kirchen selbst halten das Gebot nicht mehr ein. Katholiken verehren Bilder von Jesu Christus und der Jungfrau Maria. Die griechisch-orthodoxe Kirche verbietet nur die Anbetung frei stehender Statuen, erlaubt aber die Verehrung von Bildern. Abgesehen von einem Teil der Protestanten gibt es keine christliche Gemeinschaft, die dem Gesetz gegen den Götzendienst voll entspricht.

Happy Science basiert auf den Ideen des Buddhismus. Für Buddhisten ist die Anbetung von Darstellungen ihres Stifters, des Buddhas, selbstverständlich. In dieser Tradition stehen wir Happy-Science-Anhänger, wenn wir Bilder von Meister Okawa verehren. In ihnen befindet sich der göttliche Geist von El Cantare.

Zur Erklärung: El Cantare ist das Wesen, das im Alten Testament „El“ oder „Elohim“ und im Neuen Testament „unser himmlischer Vater“ heißt.

Auch in den Religionen Griechenlands, Ägyptens und Indiens hat die Bilderverehrung eine lange Tradition. Das wurde von Juden, Christen und Muslimen kritisiert. Teilweise zerstörten sie die Kunstwerke. Happy Science hält das für falsch.

Die Bibel selbst beweist die Existenz des Kreislaufs der Wiedergeburt

Kritik 5: Happy Science lehrt, dass die Menschen nach ihrem Tod wiedergeboren werden. Das ist eine Irrlehre.

In der Entstehungszeit des Christentums gehörte die Lehre von der Reinkarnation zu den Glaubensvorstellungen der Kirche. Einen entsprechenden Abschnitt in der Bibel ließ Konstantin der Große, der im 4. Jahrhundert das Verbot des Christentums im Römischen Reiches aufgehoben hat, aus dem Neuen Testament entfernen. Das Zweiten Konzil von Konstantinopel erklärte die Lehre der Reinkarnation im 6. Jahrhundert offiziell für ketzerisch.

Damals wollten die christlichen Führer ihre Religion klar von der religiösen Praxis Ägypten unterscheiden. Deshalb verwarfen sie die Vorstellung von der Reinkarnation und einer geistigen Welt, in der die Seelen auf ihre Wiedergeburt vorbereiten.

Andererseits finden sich bei genauer Lektüre der Bibel immer noch Hinweise darauf, dass die menschliche Seele viele Male auf Erden wiedergeboren wird, um zu lernen und sich zu entwickeln.

Jesus erklärte seinen engsten Anhängern: „Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten“ (Matthäus 17:12). „Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer sprach“ (Matthäus 17:13). Das Gespräch zeigt, dass die Zeitgenossen Jesu ganz selbstverständlich an Reinkarnation glaubten.

An anderer Stelle zitiert der Evangelist Johannes Jesus mit den Worten: „Amen, amen, ich sage euch: Noch ehe Abraham wurde, bin ich“ (Johannes 8:58).

Abraham war der Gründungspatriarch Israels, der vor etwa 2.900 Jahren auf Gottes Befehl von Ur in Chaldäa nach Kanaan zog. Wenn Jesus schon vor Abraham existierte, zeigt dies, dass er selbst die Wiedergeburt seiner ewigen Seele auf Erden erlebt haben muss.

Religionen sollten sich verbessern, indem sie voneinander lernen

Happy Science nimmt gerne jede Gelegenheit wahr, um mit anderen Religionen ins Gespräch zu kommen und sich der Kritik zu stellen. Dadurch werden unsere Lehre klarer.

Solche Diskussionen können auch den christlichen Kirchen helfen, sich weiterzuentwickeln. Ihre Lehren sind materialistisch geworden. Sie tun sich schwer, an die Existenz der geistigen Welt zu glauben.

Religionen existieren, um das Glück der Menschheit zu vergrößern. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sie voneinander lernen und sich immer weiter verbessern.

(Jiro Ayaori)

Quelle des Beitragsbildes:

http://www.foxnews.com/world/2012/07/10/contentious-religion-from-japan-succeeds-in-uganda/