Demo für AKW in Tokio

Die Atomkraftwerke nicht wieder einzuschalten, ist „gemeingefährlich“

Demonstranten aus dem Nordosten Japans und anderen Gebieten protestierten in Tokyo vor der Staatskanzlei (siehe Foto).

Demo für AKW in Tokio_klein

Demonstranten aus dem Nordosten Japans und anderen Gebieten demonstrierten vor dem Bürogebäude des Ministerpräsidenten

Für den Wiederaufbau des Nordostens Japans sind Atomkraftwerke absolut notwendig, argumentierten sie. Obwohl keine einzige Person nach dem Unfall von Fukushima durch Strahlung starb, mussten die Menschen ihre Häuser  verlassen. Das führte zu mehreren Selbstmorden und verschlechterte den Zustand kranker Menschen, empörten sich die Demonstranten.

Vier Vertreter aus allen drei betroffenen Präfekturen besuchten das Büro des Kabinetts. Dort reichten sie eine Petition ein, die an den damaligen Premierminister Yoshihiko Noda adressiert war. Sie enthielt die Forderung, den Betrieb der Atomkraftwerke so schnell wie möglich wieder aufzunehmen. Der Sprecher des Kabinettbüros sagte: „Es ist wirklich ungewöhnlich, dass Menschen aus Fukushima hierher kommen und uns bitten, den Betrieb der Atomkraftwerke wieder aufzunehmen. Ich versichere Ihnen, dass ich Ihre Petition dem Ministerpräsidenten übergeben werde.“

Die Einstellung der Kernkraft wird Menschenleben gefährden

Wenn die Stromversorgung in diesem Winter in kalten Landesteilen Japans, wie Tohoku und Hokkaido, unterbrochen wird, stehen Menschenleben auf dem Spiel. Viele ältere Menschen sind bereits erfroren.

Hokkaido Electric Power Co. hat seine Kernreaktoren heruntergefahren. Kommt es nun im Februar, der kältesten Zeit des Jahres, in einem der Kraftwerke zu einem Unfall oder anderen Schwierigkeiten, kann es zu Engpässen erfrorenkommen. Um Stromausfälle zu vermeiden, hat die Regierung Hokkaido gebeten, in diesem Winter im Vergleich zum Vorjahr sieben Prozent Energie zu sparen. Das geht auf Kosten lokaler Betriebe und der Menschen.

Allein im Sommer 2012 starben 28 Menschen infolge eines Hitzschlags in ihren Häusern in Tokyo. 23 von ihnen nutzten keine Klimaanlage.

Japanische Atomkraftwerke sind extrem sicher! – Das haben die Medien versäumt zu erwähnen

Das große Erdbeben hat fünf Atomkraftwerke im Osten Japans getroffen. Allerdings wurde nur der Reaktor Nr. 1 von Fukushima schwer beschädigt. Die vier Atomkraftwerke außerhalb Fukushimas blieben weitgehend intakt. Unter ihnen befindet sich das Atomkraftwerk der Tohoku Electric Power Co., Onagawa, in der Präfektur Miyagi. Es liegt näher am Epizentrum des Bebens als der Reaktor Nr. 1. Als es vom 13 Meter hohen Tsunami getroffen wurde, schaltete sich der Betrieb sofort ordnungsgemäß ab. Nach der Katastrophe beherbergten die Einrichtungen, die der Anlage direkt angeschlossen waren, mehr als 360 Menschen, die ihre Häuser verloren hatten. Im August dieses Jahres hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) das Atomkraftwerk Onagawa kontrolliert und kommentiert, dass „das Ausbleiben eines Schadens nach der Katastrophe erstaunlich war.“ Diese bemerkenswerte Tatsache hat jedoch kaum Erwähnung in den Medien gefunden.

Es ist eine Tatsache, dass die japanische Atomtechnologie zu den besten der Welt gehört. Japan braucht mehr denn je eine politische Partei, welche die Wiederaufnahme des Betriebs der ausgezeichneten Atomkraftwerke Japans aktiv fördert.