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Vermeidung einer weiteren Weltwirtschaftskrise (Teil 2)

Die IWF-Methoden verschleppen die Krise nur weiter

 
Viele Regierungen und Finanzinstitute weltweit gehen den „Weg der Geizhälse“. Sie glauben, dass sich Wirtschaftskrisen bewältigen lassen, wenn der Staat seine Ausgaben kürzt und Banken nur unter hohen Auflagen Kredite gewähren. Diese Ideologie wird insbesondere von den Beratern des Internationalen Währungsfonds (IWF) propagiert. Ökonom Takaaki Mitsuhashi erklärt in diesem Artikel jedoch den Trugschluss dieses Vorgehens. Tatsächlich führt der „Weg der Geizhälse“ dazu, dass der Geldfluss ins Stocken gerät, die Wirtschaft der betroffenen Länder ruiniert und die Weltwirtschaft ins Unheil gestürzt wird.

Takaaki Mitsuhashi, wirtschaftlicher Kommentator
Takaaki Mitsuhashi wurde 1969 geboren. Nach seinem Abschluss an der Tokyo-Metropolitan-Universität arbeitete er im IT-Bereich. Heute befasst er sich als Autor und Kommentator mit Wirtschaftsthemen. Er hat viele Bücher geschrieben, darunter „2013 – Nen – Daitenkan Suru Sekai, Gyakushu Suru Nihon“ (2013, die Welt an einem Wendepunkt, Japan schlägt zurück), das vom Tokuma-Shoten-Verlag veröffentlicht worden ist.

„Wir wollen den Euro behalten. Aber bitte leihen Sie uns das (nötige) Geld!“
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Griechenland während der Finanzkrise Hilfe gewährt. Das Vorgehen der EZB verwirrt jedoch. Sie hat Staatsanleihen der griechischen Regierung gekauft, fordert aber bereits jetzt die Rückzahlung.
Würden alle dem gesunden Menschenverstand folgen, müsste Griechenland aus der Euro-Zone ausscheiden und wieder eine nationale Währung einführen. Durch Abwertung könnte es dann Exporte erleichtern und so das Wachstum der eigenen Wirtschaft wieder ankurbeln.
Sollte Griechenland jedoch den Euro aufgeben, könnte es seine Schulden nicht mehr zurückzahlen, und die deutschen und französischen Banken, die Griechenland Hilfe in Form von Darlehen gewährt haben, würden den Zusammenbruch ihrer Bilanzen erleben. Aber während sie mit aller Kraft versuchen, Griechenland in der Eurozone zu halten, sagen diese Banken auch: „Wir wollen unser Geld zurück.“ An dieser Situation hat sich seit zwei […]

von |Mai 10th, 2013|Politik, Wirtschaft|Kommentare deaktiviert für Vermeidung einer weiteren Weltwirtschaftskrise (Teil 2)

Vermeidung einer weiteren Weltwirtschaftskrise (Teil 1)

Überschätzen der Bedeutung der Bilanz – eine gefährliche Falle

Die Welt wird derzeit von einer erneuten großen Weltwirtschaftskrise bedroht. Der Grund: Banken, Finanzbehörden und Regierungen schrecken immer mehr davor zurück, Kredite und finanzielle Hilfen zu gewähren. Um ihren eigenen Kopf zu retten, stoppen sie den globalen Geldflusses. Wie können wir verhindern, dass die Welt in eine globale Rezession rutscht?
2013 – Ein gefährliches Jahr für Japan, die USA und Europa
Die Bilanz
Die Bilanz ist ein Werkzeug, um die finanzielle Situation eines Unternehmens, eines Haushalts oder einer anderen Wirtschaftseinheit zu beurteilen. Sie zeigt das Vermögen eines Unternehmens und wo es seine Mittel investiert hat. Die Bilanz gliedert sich in zwei Spalten, die Soll-Spalte auf der linken Seite für Vermögenswerte und die Haben-Spalte auf der rechten Seite für Verbindlichkeiten, die Schulden und Kapitalanlagen enthält. Der Name „Bilanz“ bezieht sich auf das Gleichgewicht zwischen der linken und der rechten Spalte. Wenn die Geschäfte schlecht laufen und wenig Einnahmen gemacht werden, ist es aus Sicht der einzelnen Unternehmen und Haushalte sinnvoll, Schulden abzubauen. Wenn das aber die gesamte Wirtschaft tut, stagniert der Geldfluss. Dann verschlechtert sich die Wirtschaftslage noch weiter. Volkswirte sprechen vom „Trugschluss der Verallgemeinerung“.
Eine weltweite Wirtschaftskrise zeichnet sich ab
Menschen warten in langen Schlangen auf ein kostenloses Essen. Männer in Anzügen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, protestieren auf der Straße. Sie halten Schilder hoch, auf denen steht: „Gebt uns Arbeit!“ Andere stürmen die Banken, um ihre Ersparnisse abzuheben.
Zu solchen Szenen kam es während der großen Weltwirtschaftskrise von 1929. Die Bilder könnten schon bald wieder Realität werden. Die Weltwirtschaft bewegt sich in Richtung einer Depression. Die Situation wird immer schlimmer.
Im finanziell gebeutelten Griechenland hat die Arbeitslosigkeit eine Rate von 25 % überschritten und die Polizei musste einschreiten, als die Straßen voller […]

von |Mai 9th, 2013|Politik, Wirtschaft|Kommentare deaktiviert für Vermeidung einer weiteren Weltwirtschaftskrise (Teil 1)
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    Frau Margaret Thatcher spricht vom Himmel aus über ihr Vermächtnis (Teil 1)

Frau Margaret Thatcher spricht vom Himmel aus über ihr Vermächtnis (Teil 1)

Die „Eiserne Lady“ Margret Thatcher, Großbritanniens ehemalige Premierministerin, ist am Montag, den 8. April 2013, gestorben. Frau Thatcher hat das Land mehr als ein Jahrzehnt lang mit ihrer unvergleichlichen Führungskraft, mit Überzeugung und bemerkenswerter Weitsicht gelenkt. Sie überwand das Gefühl des nationalen Niedergangs, das in ihrem Land weit verbreitet war. Sie führte tiefgreifende Veränderungen herbei und gab Großbritannien eine neue Richtung. Zudem trug sie zum Ende des Kalten Kriegs bei.
Nur 19 Stunden nach ihrem Tod lud Master Ryuho Okawa, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Happy Science, Thatchers Geist in die Gebetshalle des Happy Science Hauptquartiuers ein. Das ist ungewöhnlich. Sonst nimmt der Meister nur von Personen spirituelle Nachrichten auf, die bereits eine Weile tot sind und deren Geist schon in den Himmel zurückgekehrt ist. Er ruft außerdem die Schutzgeister noch lebender Personen an.
Der Grund für diese Zurückhaltung liegt darin, dass in den ersten 24 Stunden nach dem Tod Seele und Körper eines Menschen noch über die sogenannte „Silberschnur“ miteinander verbunden sind. In diesem Zustand vermag die Person ihren Tod oft noch nicht richtig zu erkennen. Meistens sagt sie nichts außer: „Ich fühle Schmerz …“ oder „Ich bin noch nicht tot“.
Auch Frau Thatcher, ein Engel des Lichts (siehe Artikel „Zwei spirituelle Geheimnisse der Eisernen Lady“), dachte zu Beginn des Interviews, dass sie noch in ihrem Krankenhausbett liegen würde. Meister Ryuho Okawa wusste um die Schwierigkeiten. Trotz dieser Herausforderung ist der Kontaktversuch zu einem beispiellosen und wunderbaren Ereignis geworden.
Frau Thatcher fand im Laufe des Gesprächs allmählich in ihre Rolle als „starke Premierministerin“ zurück. Sie richtete viele, segensreiche Botschaften an Großbritannien, die Europäische Union, China und Japan. Einige präsentieren wir nachfolgend.
Ryuho Okawa: Die ehemalige Premierministerin Margaret Thatcher starb gestern Abend um 20 Uhr. (…) Es sind nur 19 […]

von |April 20th, 2013|Politik, Wirtschaft|Kommentare deaktiviert für Frau Margaret Thatcher spricht vom Himmel aus über ihr Vermächtnis (Teil 1)
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    Tabu-Thema Patriotismus: Nur ein selbstbewusstes Deutschland kann einen Beitrag zur Verteidigung leisten

Tabu-Thema Patriotismus: Nur ein selbstbewusstes Deutschland kann einen Beitrag zur Verteidigung leisten

Die deutsche Wirtschaft ist trotz der Finanzkrise in Europa widerstandsfähig. Während viele Mitgliedsstaaten der Europäischen Union mit Problemen wie Arbeitslosigkeit und Haushaltsdefizit kämpfen, liegt Deutschlands Arbeitslosenquote noch bei etwa fünf Prozent. Doch das Land ist mit seinem wirtschaftlichen Erfolg innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums weitgehend allein. Einige europäische Staaten sind Deutschland gegenüber kritisch eingestellt. Sie empfinden eine gewisse „Arroganz“ Deutschlands. Hinter diesem Vorwurf steckt Angst über die mögliche Rückkehr eines aggressiven Deutschlands wie einst unter den Nazis.
Die Titelseite vom 3. August 2012 von Il Giornale, einer italienischen Zeitung, ist ein gutes Beispiel für eine solche Kritik. Das Papier veröffentlichte ein Bild von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel mit erhobener rechter Hand und der Überschrift „Viertes Reich.“ Es sah so aus, als würde sie gerade einen Hitlergruß machen. Der Artikel kritisiert Deutschland für seine Dominanz in Europa. Es habe in der Währungsunion die Oberhand.
Die gleiche Art tiefer Besorgnis besteht auch innerhalb Deutschlands. Die deutsche Nachkriegsgesellschaft hat Patriotismus wegen der Erinnerungen an das nationalsozialistische Regime lange als ein Tabu-Thema betrachtet.
In der UEFA-Fußball-Europapokalmeisterschaft 2012 schaffte es Deutschland zum ersten Mal ins Halbfinale, seit es die Meisterschaft 1996 gewann. Als viele Fans mit deutschen Nationalflaggen in ihren Händen durch die Straßen zogen und ihre Freude zum Ausdruck brachten, störte dies einige öffentliche Medien. Die ZEIT, eine deutsche Wochenzeitung, bemerkte, dass solche Fans eine „gefährliche Liebe für Deutschland“ hätten. Ein Gefühl der Schuld über Deutschlands Vergangenheit hat die Führungspersönlichkeiten der Nachkriegszeit gezwungen, sich wiederholt zu entschuldigen. Eine symbolische Szene fand statt, als Bundeskanzler Willy Brandt während einer Gedenkfeier des Warschauer Gettos in Polen im Jahre 1969 auf dem Boden niederkniete, um sich für den Holocaust zu entschuldigen.
Bundespräsident Richard von Weizsäcker stellte in seiner Rede im Jahr 1985 ebenfalls […]

von |April 11th, 2013|Politik, Religion, Wirtschaft|Kommentare deaktiviert für Tabu-Thema Patriotismus: Nur ein selbstbewusstes Deutschland kann einen Beitrag zur Verteidigung leisten
  • Wie lange kann Deutschland die EU noch unterstützen?
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    Die abwegige Verleihung des Friedensnobelpreises an eine Europäische Union, die am Rande des Zusammenbruchs steht

Die abwegige Verleihung des Friedensnobelpreises an eine Europäische Union, die am Rande des Zusammenbruchs steht

Die Europäische Union (EU) ist vor Kurzem mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte so nach eigenen Angaben den jahrzehntelangen Einsatz der Organisation für „Frieden, Versöhnung, Demokratie und die Entwicklung von Menschenrechten“. Dies war das erste Mal, dass eine regionale Organisation den Preis erhielt. Die politische und wirtschaftliche Gemeinschaft der EU besteht aus 27 Staaten. Sie hat sich aus der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl heraus entwickelt, die 1952 gegründet worden ist. Den Anstoß zur Gründung gab die Überlegung, dass der Streit um knappe Ressourcen zu Krieg führen kann. Die Zusammenarbeit soll Europa vor einem Ausbruch der Gewalt schützen.
Drei Gründe, warum die EU-Auszeichnung unpassend scheint
Es gibt nach Einschätzung von Ryuho Okawa, dem Präsidenten von Happy Science, drei Gründe, warum die Auszeichnung falsch ist.

Erstens ist es die Organisation der Nordatlantischen Allianz (NATO), und nicht die EU, die für Frieden in Europa sorgt. Während der Ära des Kalten Kriegs sorgte das westliche Militärbündnis für Abschreckung. Der Ostblock unter Führung der Sowjetunion wagte keinen Angriff. Historiker Andrew Roberts schreibt dazu in seiner Bloomberg-Kolumne: „Nichts macht die Entwertung des Friedensnobelpreises deutlicher als die lächerliche Entscheidung, ihn an die EU zu vergeben.“ Nach seiner Einschätzung handelt es sich um eine der dümmsten Aktionen des Nobelpreiskomitees.

Zweitens war die EU bislang nicht in der Lage, ihre Finanzkrise, die in Griechenland begann, zu lösen. Es sieht vielmehr so aus, als ob nun auch Spanien und Italien in die Knie gehen. Der Zwang zur Haushaltskonsolidierung wird in den Krisenländern zum Kollaps führen. Doch wenn Gegenmaßnahmen aufgrund mangelnder Haushaltsdisziplin verschoben werden, leidet wiederum das Ansehen der EU. Aufgrund dieses ungelösten Dilemmas sinkt die gesamte EU-Wirtschaft langsam, aber sicher in den Abgrund.

Drittens war die EU von Anfang an keine Erfolgsgeschichte. Der Präsident […]

von |November 28th, 2012|Politik|Kommentare deaktiviert für Die abwegige Verleihung des Friedensnobelpreises an eine Europäische Union, die am Rande des Zusammenbruchs steht
  • Der Schutz des Bankensystems allein hilft nicht, die Wirtschaft zu schützen
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    Nur die Bankensysteme zu schützen wird zu einer großen Wirtschaftskrise führen

Nur die Bankensysteme zu schützen wird zu einer großen Wirtschaftskrise führen

Diese Frage-und-Antwort Sitzung wurde am 11. Oktober 2012 im Hauptquartier von Happy Science abgehalten.

Frage: Meine Frage betrifft die Finanzpolitik. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erkennt allmählich die Notwendigkeit einer expansiven Fiskalpolitik. Wie sollen wir mit der Finanzpolitik in dieser aktuellen weltwirtschaftlichen Lage umgehen?

Die Antwort des Meisters:
1. Der Schutz des Bankensystems allein hilft nicht, die Wirtschaft zu schützen
Das hat mit meinem heutigen Vortrag über den IWF und die Steuerpolitik der Europäischen Union (EU) zu tun. Wenn ich mir diese Politik ansehe, bekomme ich das Gefühl, dass sie nur das Bankensystem der EU oder anderer Ländern schützen wollen. Das Bankensystem ist jedoch nicht die Wirtschaft selbst. Den Schutz des Bankensystems darf man nicht mit dem Schutz einer guten Wirtschaft, des Wohlstands oder des Wirtschaftswachstums gleichsetzen. Sie schützen nur das Bankensystem.

Japan hat seit 1991 auch das Bankensystem geschützt. Wir taten das während des Wirtschaftsdebakels nach dem Platzen der Spekulationsblase. Die Banken spielten immer wenigere Rolle und die Menge an Geld, das sie zur Verfügung stellten. Sie zügelten das Tempo, um die Kontrolle über die Geldbeträge zu wahren. Natürlich gab es gute, weniger gute und richtig schlechte Kredite. Die schlechten Darlehen haben in der Regel zum Konkurs des Unternehmens geführt. Es traten Probleme auf, welche die Banken selbst beschädigten. Die Banken wollten eine saubere Bilanz und die weltweiten Standards erfüllen. Aus meiner Erfahrung in den vergangenen 20 Jahren hat der weltweite Standard nicht gut funktioniert. Der Standard hat das japanische Bankensystem beschädigt und viele Unternehmen in den Bankrott getrieben. In der nächsten Phase werden viele Insolvenzen in der EU auftreten, aber auch in Afrika, Asien und auf dem amerikanischen Doppel-Kontinent.
2. Wenn die politischen Entscheidungsträger keine expansive Finanzpolitik betreiben, wird eine Weltwirtschaftskrise ähnlich wie 1929 auftreten
Wir müssen […]

von |November 28th, 2012|Wirtschaft|Kommentare deaktiviert für Nur die Bankensysteme zu schützen wird zu einer großen Wirtschaftskrise führen