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    Der IWF sollte den Kampf gegen Chinas Manipulation der Wechselkurspolitik aufnehmen:

Der IWF sollte den Kampf gegen Chinas Manipulation der Wechselkurspolitik aufnehmen:

Den Weg der Enthaltsamkeit durchbrechen
Auf der Hauptversammlung des Internationalen Währungsfonds (IWF), die im Oktober in Tokyo stattfand, wurden Bedenken hinsichtlich einer globalen Konjunkturabschwächung laut. In der gemeinsamen Erklärung heißt es: „Es ist notwendig, eine nachhaltige Erholung von der Krise sicherzustellen.“ Der Grund für dieses Zugeständnis: Neben der europäischen Krise besteht für Amerika die Gefahr, aufgrund von Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen im Jahr 2013 in eine Rezession zurückzufallen. Dadurch würde sich die Wahrscheinlichkeit einer globalen Wirtschaftskrise erhöhen. Der IWF hat viele Länder dazu angehalten, sich finanziell durch Sparmaßnahmen zu revitalisieren, etwa durch Erhöhung der Steuern und Haushaltskürzungen. Auf der anderen Seite ist die Nachricht, dass „steuerliche Wiederbelebung in einem Ausmaß durchgeführt werden sollte, solange dadurch das Wirtschaftswachstum nicht beeinträchtigt wird“ ein Hinweis auf unvermeidbare Unentschlossenheit.
Die Logik des „Buchhalters“ IWF

Da der IWF mit dem Ziel gegründet wurde, Ländern zu helfen, die ihrer Staatsverschuldung nicht mehr Herr werden, neigt es zu einer Buchhalter-Mentalität. Er verlangt den Abbau von Schulden und faulen Krediten. Wenn man allerdings bei ohnehin schwacher Nachfrage, nur an die Verringerung der Schulden denkt, gibt keiner mehr Geld aus. Dann droht die Wirtschaft zum Stillstand zu kommen.

Der IWF fürchtet, dass eine globale Rezession durch eine insgesamt träge wirtschaftliche Tätigkeit verursacht werden könnte. Der Abschwung der Weltwirtschaft zeichnet sich immer deutlicher ab. Also sollte die Botschaft sein: „Starkes Wirtschaftswachstum, statt finanzieller Konsolidierung.“

Wenn die Privatwirtschaft aufgrund der schlechten Wirtschaftslage kein Geld ausgeben will, muss die Regierung zum Beispiel mit Investitionen in die Infrastruktur aktiv werden. Zu beachten ist, dass sich bei Griechenland und Spanien, welche Sparmaßnahmen durchgeführt haben, die Wirtschaftslage verschlechtert hat. Das wiederum ließ ihre Schuldenprobleme wachsen.

Der IWF behauptet, dass Japans Erhöhung der Verbrauchssteuer auf 10 % nicht ausreicht, um seine Finanzen in Ordnung […]

von |November 28th, 2012|Wirtschaft|Kommentare deaktiviert für Der IWF sollte den Kampf gegen Chinas Manipulation der Wechselkurspolitik aufnehmen:
  • Der Schutz des Bankensystems allein hilft nicht, die Wirtschaft zu schützen
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    Nur die Bankensysteme zu schützen wird zu einer großen Wirtschaftskrise führen

Nur die Bankensysteme zu schützen wird zu einer großen Wirtschaftskrise führen

Diese Frage-und-Antwort Sitzung wurde am 11. Oktober 2012 im Hauptquartier von Happy Science abgehalten.

Frage: Meine Frage betrifft die Finanzpolitik. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erkennt allmählich die Notwendigkeit einer expansiven Fiskalpolitik. Wie sollen wir mit der Finanzpolitik in dieser aktuellen weltwirtschaftlichen Lage umgehen?

Die Antwort des Meisters:
1. Der Schutz des Bankensystems allein hilft nicht, die Wirtschaft zu schützen
Das hat mit meinem heutigen Vortrag über den IWF und die Steuerpolitik der Europäischen Union (EU) zu tun. Wenn ich mir diese Politik ansehe, bekomme ich das Gefühl, dass sie nur das Bankensystem der EU oder anderer Ländern schützen wollen. Das Bankensystem ist jedoch nicht die Wirtschaft selbst. Den Schutz des Bankensystems darf man nicht mit dem Schutz einer guten Wirtschaft, des Wohlstands oder des Wirtschaftswachstums gleichsetzen. Sie schützen nur das Bankensystem.

Japan hat seit 1991 auch das Bankensystem geschützt. Wir taten das während des Wirtschaftsdebakels nach dem Platzen der Spekulationsblase. Die Banken spielten immer wenigere Rolle und die Menge an Geld, das sie zur Verfügung stellten. Sie zügelten das Tempo, um die Kontrolle über die Geldbeträge zu wahren. Natürlich gab es gute, weniger gute und richtig schlechte Kredite. Die schlechten Darlehen haben in der Regel zum Konkurs des Unternehmens geführt. Es traten Probleme auf, welche die Banken selbst beschädigten. Die Banken wollten eine saubere Bilanz und die weltweiten Standards erfüllen. Aus meiner Erfahrung in den vergangenen 20 Jahren hat der weltweite Standard nicht gut funktioniert. Der Standard hat das japanische Bankensystem beschädigt und viele Unternehmen in den Bankrott getrieben. In der nächsten Phase werden viele Insolvenzen in der EU auftreten, aber auch in Afrika, Asien und auf dem amerikanischen Doppel-Kontinent.
2. Wenn die politischen Entscheidungsträger keine expansive Finanzpolitik betreiben, wird eine Weltwirtschaftskrise ähnlich wie 1929 auftreten
Wir müssen […]

von |November 28th, 2012|Wirtschaft|Kommentare deaktiviert für Nur die Bankensysteme zu schützen wird zu einer großen Wirtschaftskrise führen